
Die Notwendigkeit von Tests unter Feuchtigkeits- und Wärmeeinfluss für Infrarotheizungen im Badezimmer
Badezimmer sind extrem belastend für Heizelemente – es herrscht hohe Luftfeuchtigkeit, Temperaturschwankungen sowie direkter Kontakt mit Wasserdampf. Wir verwenden Infrarotheizlampen zum Entfernen von Nebel von Spiegeln sowie zur Beheizung des Raumes – schließlich liefern sie sofortige Strahlungswärme. In feuchten Umgebungen steigt jedoch das Risiko von Stromlecks sowie dem Verschleißen der Heizelemente erheblich.
Die Physik des Versagens in feuchten Bereichen
Die meisten Badezimmerheizungen nutzen Quarzglasröhren. Obwohl Quarz hohen Temperaturen standhält, ist die Nahtstelle zwischen dem Glas und den metallenen Endkappen der Schwachpunkt. Feuchtigkeit kann in diese Nahtstellen eindringen. Wenn Wasserdampf auf die heißen Heizelemente oder die elektrischen Kontakte trifft, kommt es zu Oxidation oder Kurzschlüssen.
Wir führen für jede Charge strenge Tests unter Feuchtigkeits- und Wärmeeinfluss durch. Dabei werden die Lampen in Kameras mit hoher Luftfeuchtigkeit getestet, um so einen Feuchtigkeitseintritt zu simulieren. Selbst wenn eine Nahtstelle nur um einen Bruchteil eines Millimeters nicht richtig abdichtet, wird die Lampe während des Tests ausfallen oder das GFCI-Schutzsystem aktiviert werden. Wir möchten lieber, dass die Lampe in unserem Labor versagt, anstatt im Badezimmer des Kunden.
Materialien und Integrität der Abdichtungen
Wir verwenden spezielles, mit Halogenen angereichertes Quarzglas, um Helligkeit und Wärmestärke zu gewährleisten. Der Nachteil dabei ist, dass je höher die Betriebstemperatur ist, desto stärker dehnen sich die Materialien aus und ziehen sich wieder zusammen. Dieser „Atmungseffekt“ kann dazu führen, dass Feuchtigkeit in das Gehäuse gelangt.
Wir prüfen außerdem, ob die Isolierung sowie die Verkabelung den ständigen Einfluss von Dampf aushalten können, ohne zu verschlechtern. Wir überprüfen außerdem auf Korrosion an den Kontakten. Wenn die Kontakte oxidiert sind, steigt der Widerstand – dies führt wiederum zu Überhitzung an den Anschlussstellen.
Sicherstellung der Zuverlässigkeit im Einsatz
Eine Lampe, die einen Standardelektricitätstest bestanden hat, kann trotzdem nach drei Monaten im Dampfbereich versagen. Unser Alterungsprozess simuliert somit mehrere Jahre Nutzung in wenigen Wochen. Dadurch wird sichergestellt, dass das Produkt nicht nur am ersten Tag funktioniert, sondern auch während seiner gesamten vorgesehenen Lebensdauer funktionsfähig bleibt.