
Sicherstellen, dass die Chemikalien sicher bleiben, wenn sie empfindlich auf Hitze reagieren
Wenn man Infrarotlampen in einer Reinraumumgebung verwendet – insbesondere in der Nähe brennbarer Reinigungsmittel – kann man nicht einfach einen herkömmlichen Heizer verwenden und darauf hoffen, dass alles gut geht. Man hat es hier mit Löstoffen zu tun, die bei erhöhter Temperatur explodieren können. Schon ein einziger Funke oder eine Oberfläche, die etwas zu heiß ist, kann zu ernsthaften Problemen führen.
Deshalb legen wir großen Wert darauf, wie diese Lampen konstruiert sind und welche Materialien verwendet werden.
Der „Blasen“-Ansatz
Wir glauben nicht daran, die Heizelemente ungeschützt zu belassen – das ist einfach zu gefährlich. Stattdessen werden die Lampen in versiegelte Gehäuse aus Quarz oder speziellem Glas eingebaut. Man kann das als eine Art „physische Wand“ zwischen dem heißen Heizelement und der Umgebungsluft betrachten. Die Enden der Lampen werden mit hochwertigen keramischen oder metallischen Verbindungen verschlossen, damit die chemischen Dämpfe nicht in das Gehäuse eindringen können. Selbst wenn es im Reinigungstank Lecks gibt, bleibt die Lampe isoliert. Das ist eine große Erleichterung.
Die Kontrolle der Temperatur
In einer Reinraumumgebung ist Stabilität entscheidend. Wir verwenden Kurzwellen-Infrarotstrahler, denn sie sind präzise. Die Wärme gelangt direkt auf die zu bearbeitende Oberfläche, nicht in die Luft oder in den Rahmen des Arbeitstisches. Das ist wichtig, denn so wird verhindert, dass das Flashpoint der Lösungsmittel erreicht wird.
Aber man muss auch auf die Belastung der Lampen achten. Wenn man die Lampen zu 100 Prozent in einem engen Raum einsetzt, steigt die Umgebungstemperatur stark an. Um dies zu verhindern, empfehlen wir, die Lampen mit einem PID-Regler sowie einem externen Thermoelement zu kombinieren. Dadurch bleibt die Oberflächentemperatur genau dort, wo sie sein sollte – sicher unter dem Entzündungspunkt.
Der Kompromiss
Es gibt allerdings einen kleinen Nachteil: Um zu verhindern, dass die Chemikalien das Glas angreifen und die Lampe frühzeitig zerstören, verwenden wir schützende Beschichtungen. Dadurch kann die Wärmeabgabe um 5–10 Prozent geringer sein als bei einer normalen Quarzröhre. Das ist zwar kein großer Verlust, aber es handelt sich dabei um einen Kompromiss, den wir gerne in Kauf nehmen. Es ist besser, etwas weniger Wärme abzugeben, als das Risiko einzugehen, dass die Lampe in einer gefährlichen Umgebung explodiert.